Halli hallo liebe Squashfreunde und auch alle anderen, die diesen Bericht gleich lesen werden! Für diejenigen, die bedauerlicherweise nicht dabei sein konnten, aus welchen Gründen auch immer - Lest den Bericht und seht was Ihr verpasst habt^^! Und für die, die live dabei sein durften, gibt es, weil es so schön war einen Rückblick. Ich wünsche Euch genau so viel Spaß beim Lesen, wie ich es beim verfassen hatte.
Eure Mai-Ly
Endlich war es Donnerstag, der langersehnte Tag, auf den wir alle mit Vorfreude hingelebt hatten, war gekommen. Abfahrt war um 10°° morgens am Squashcenter,...zu mindestens war es mal so geplant. Falls irgendjemand dachte, dass sich an der beindesheimer Pünktlichkeit irgendetwas geändert haben sollte, irrt sich gewaltig. Mit "wenig" Verspätung machten wir uns auf den Weg zu vier Tagen Spaß!
Nach circa fünf amüsanten Stunden Autofahrt, kamen wir in unserem Reich für die nächsten drei Tage an, der gemütlichen und wunderschönen Villa Haniel. Hungrig und erschöpft schmissen wir uns auf unsere Betten und blieben dort auch noch eine ganze Weile liegen. Diese "Übermotivation" wurde sofort von unseren zwei lieben Trainern Markus und Anders für eine Stunde Grundlagenausdauer genutzt.
So joggte die SCB- Jugend mit Hilfe eines Stadtplans und einer guten Führung von einem unterforderten Manuel durch die eisige Kälte Dresdens. Aber gewisse Personen irrten sich wohl in der Jahreszeit, da sie die Sommerkollektion "Barz & Kroscky" zur Schau stellten.
Die ganze schweiß gebadete Truppe und zwei Badezimmern - hmm, wer darf nun zuerst rein? Nach kurzen Quengelein waren schließlich alle unter dem heiligen Wasser gewesen... ja sogar unser Dirki ! Eine gute Sache folgte dem anderen. Der gut duftende Schleier des Abendessens lockte uns hungrigen Mäuler an den traumhaft gedeckten Küchentisch, erwartend von unserer fantastischen Köchin Tanja Dobbrick.
Gesättigt versammelte sich jeder dann im Wohnzimmer zu einer Theoriestunde, die das richtige Ausdauertraining und die richtige Ernährung für Sportler beinhaltete. Dirk entpuppte sich währenddessen als spezialisierter Biologe!
Nachdem wir um einiges schlauer waren, wird jedem der restliche Abend zur Selbstgestaltung überlassen. Und es ist besser nicht näher hinter geschlossenen Türen einzugehen;).
Nach einem nährstoffreichen Frühstück führte uns die Dame des Navigationssystems zum Squashcenter Arnsdorf. Mit vollständiger Squashausrüstung, teilte man uns in zweier bis dreier Gruppen ein. Zwei Stunden lang, natürlich mit Trinkpausen, trainierten wir im Court die Technik, die Taktik und das Spiel.
Um 12 Uhr war eine Mittagspause zum Krafttanken angesagt, da die vorigen Einheiten im Court nicht ganz ohne waren. Die Mittagspause wurde jedoch nicht nur zur Nährstoffsaufnahme genutzt. Nein, es wurde auch Pool gezockt.
Anschließend lehrten uns Markus und Tanja die verschiedenen Stretching- und Beweglichkeitsmethoden nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Mit einpaar Stretchübungen und Verrenkungen wissen wir nun, wann wir wie richtig Stretchen sollten und was wir dabei zu beachten haben.
Weiter ging es dann im Court wieder mit Technik, Taktik und Spiel. In diesen weiteren zwei Stunden machten sich unsere Muskeln auch schon langsam bemerkbar. Kommt aber jetzt bloß nicht auf die Idee, dass die SCB-Jugend nach insgesamt vier anstrengenden Stunden Laufen und Schlagen schon Müdigkeit zeigen würde!
Laufeinheiten standen nun als nächstes auf dem Plan. Warm verpackt und in Laufschuhen waren wir bereit für das Intervalltraining. Naja, mehr oder weniger. Langsames Joggen für die Grundlagenausdauer und für die Schnelligkeitsausdauer auf Kommando Sprinten? Diese Übung hatte es echt in sich. Vor allem nach so einem bereits harten Tag!
Trotz knurrenden Mägen und erschöpften Muskeln hatten wir alle immer noch ein Lächeln im Gesicht. Und zwar galt dieses Lächeln der warmen Dusche und dem Abendessen, die uns erwarteten.
Als unsere Kraftreserven dank Tanjas leckerem Dinner wieder voll getankt waren, richtete sich unsere volle Aufmerksamkeit auf Markus Serrs Theoriestunde, die das mentale Training beinhaltete.
Uns wurde erklärt, warum die Physis, die Technik oder die Taktik alleine für einen Sportler nicht ganz ausreicht, sondern auch die Psyche, sozusagen "der Kopf" eine besondere Rolle spielt. Am Beispiel des Autogenen Trainings zeigte Markus uns wie mentales Training funktionieren kann.
Dieser anstrengende, aber sehr lehrreiche Tag näherte sich somit auch schon dem Ende hinzu.
Die Diskussion am Frühstückstisch sah so aus: Die einen: " Wenn wir schon mal in Dresden sind, wollen wir auch was von der Kultur der Stadt sehen!" Die anderen wiederum: "Kultur? Nee...ist ja voll öde! Wir wollen shoppen und weggehen!" Nun stellt sich die Frage: Freizeit oder Kultur?
Warum denn eigentlich Freizeit oder Kultur, wenn es die Möglichkeit Freizeit und Kultur gibt? Nicht anders zu erwarten kam es friedlich zu einem Kompromiss: Kultur am Morgen und Freizeit am Abend.
In der Dresdner Stadtmitte unter Führung von Anders Kroscky besichtigten wir den Zwinger, die Frauenkirche, den Fürstenzug, die Semperoper und die Yenidze.
Von so vielen Sehenswürdigkeiten und Kultur hat Dirk am meisten Gefallen am Mc Donalds gefunden, wo wir eigentlich nur kurz für einen Zwischensnack halten wollten. Der kleine Dirk aber blieb mit seinem Menü im Warmen sitzen, während alle anderen warteten.
Nun hatten wir nach Festlegung von Treffpunkt und -zeit noch einwenig Freizeit zum Shoppen und Schaufensterbummeln im Einkaufscenter Galerie.
Geplant war also morgens Wissentanken und abends Eislaufen. Was treiben Squasher denn in der Zwischenzeit? Grübelt mal. Na? Richtig, Squash spielen! Zu Taktik, Technik und Spiel, kam nun noch die Courtschnelligkeit und die Lauftechnik hinzu.
Das Eislaufen in der Halle wartete schon den ganzen Samstag sehnsüchtig auf uns und keiner verleugnet, dass wir uns auch echt darauf gefreut hatten. Da wir aber erst spät in der Villa ankamen, noch nichts gegessen hatten und die Eislaufhalle schon früh schloss, entschied die Mehrheit schweren Herzens das vorgesehene Eislaufen zu verschieben ;(.
Was macht die SCB nun stattdessen? Vielleicht früh schlafen gehen um am nächsten Morgen fit zu sein? Ganz ehrlich? Näää :) Was wäre die SCB nur ohne Spontaneität? Der noch lange Abend wurde also nach Lust und Laune gestaltet. Eine Truppe machte sich einen gemütlichen Spielabend im Wohnzimmer und die andere wollte auf keinen Fall das Feuerwerk auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt verpassen und stürzte sich ins Nachtleben Dresdens.
Ein ungewöhnlich ruhiges Frühstück. Keinen Grund zur Sorge jedoch. Dies war nur die Trauer über den letzten Tag des Jugendcamps. Dazu kam dann noch der schmerzende Muskelkater!
Der letzte Tag hatte aber gerade erst begonnen! Bevor es zur Squashanlage ging, wo noch ein Abschlussturnier mit den Jugendlichen aus Sachsen stattfinden sollte, wurden Taschen gepackt, Zimmer aufgeräumt und schließlich noch die letzten Erinnerungsfotos vor der Villa geschossen.
Und wenn Ihr jetzt auf den Gedanken kommen solltet, dass die SCB-Jugend doch so langsam echt ihre letzten Energievorräte ausschöpfen müssten, habt ihr echt Recht. Auch die SCB-Jugend muss irgendwann am Ende ihrer Kräfte sein. Aber Kapitulieren kommt gar nicht in Frage!
Bei diesem Abschlusstunier hatte die Sächsische Jugend die Ehre uns als "Beindersheimer Invaliden" kennen zu lernen ;). Zum Stoppball laufen kennzeichnete sich durch lautes Stöhnen und verzerrter Mimik. Trotz all dem gaben wir noch mal alles und hatten wie immer viel Spaß dabei!
Jeder einzelne Schritt erschien uns nach all den Anstrengungen wie schwere Muskelarbeit. So schleppten wir unsere Körperteile mit viel Mühe unter die Dusche.
Gegen 15°° Uhr verabschiedeten wir uns mit einem Dankeschön bei der Squashjugend Sachsens und machten uns auf dem Weg Richtung Home Sweet Home.
Voraussichtliche Ankunft am Squashcenter Beindersheim sollte ja eigentlich zwischen 19°°-20°° Uhr abends sein, aber wir sind erst gegen Mitternacht angekommen. Gut,...die Beindersheimer Pünktlichkeit lässt zwar zu wünschen übrig, aber diese vier Stunden Verspätung kann man uns nicht übel nehmen! Warum? Weil wir bestimmt zwei Stunden im Stau standen!
Kalt, dunkel und nebelig. Am besten war es doch, einfach im warmen Auto sitzen zu bleiben und diese Zeit mit dem Radio oder Konversationen zu vertreiben, oder? Hört sich jedenfalls ganz selbstverständlich und vernünftig an. Gäbe es da nur nicht die verrückten Sonderfälle, für die das Rumsitzen im Auto zu langweilig war ;)!
Der Verkehr ging sehr, sehr langsam voran. So kamen diese einigen Ausnahmen auf die Idee frische Luft zu schnappen. Man bemerke...auf der Autobahn! Also liefen sie mal von Auto zu Auto um "vorbei zu schauen" und "Hallo" zu sagen. Sie liebten es wohl sich im Rampenlicht der Autoscheinwerfer aufzuhalten. Lustig oder eher verrückt? Nennt es wie Ihr es wollt ;)!
Endlich hörte die ganze Warterei auf und der Stau löste sich. Nach einer kleinen Pinkelpause ging es dann ab nach Hause! Damit haben wir nicht nur das Ende dieses Tages erreicht, sondern auch das Ende des Trainingscamps 2005.